image1 image2 image3 image4 image5

Reetdachhaus in Düdenbüttel nach Blitzschlag abgebrannt

Düdenbüttel, Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten, LK Stade, 01.06.2018.

Nach Warnungen des Deutschen Wetterdienstes vor schwerem Gewitter im Landkreis Stade zog am Freitagabend eine Gewitterfront von Stade kommend Richtung Himmelpforten.

Ein Blitz schlug kurz vor 20 Uhr in das Dach eines Reetdachhauses in der Strasse ‚Im Klamm‘ in Düdenbüttel ein.

 

Wie eine Bewohnerin später berichtete, wurde im Wohnhaus ein heftiger Knall und der Ausfall der Stromversorgung wahrgenommen.

Die beiden Personen, die sich zu diesem Zeitpunkt im Haus aufhielten, verließen umgehend das Haus und bemerkten, dass ein Nebengebäude, dass mit dem Haupthaus verbunden ist, im Dachbereich brannte.

 

Für die Ortsfeuerwehren Düdenbüttel, Himmelpforten, Stade-Wiepenkathen und die Drehleiter vom Zug I der Feuerwehr Stade wurde von der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Alarm um 19.58 Uhr ausgelöst, nachdem gemeldet worden war, dass der Dachstuhl eines Reetdachhauses in Flammen steht.

Gegen 20.10 Uhr hatten die ersten Einsatzkräfte die Einsatzstelle erreicht, die ersten Löschwasserleitungen gelegt und begannen mit den Löscharbeiten.

 

Der Dachstuhl des Nebentraktes stand bereits in hellen Flammen und das Feuer hatte  bereits das Reetdach des Hauptgebäudes erfasst, als die Brandbekämpfung startete.

 

Die Einsatzleitung erkannte schnell, dass eine erhöhte Brandgefahr für die Nachbarhäuser und den dichten Baumbestand vorlag und forderte weitere Ortsfeuerwehren zur Unterstützung an.

Die Ortsfeuerwehren Burweg, Groß Sterneberg, Hammah, Heinbockel und Mittelsdorf sowie ein Schlauchwagen der Kreisfeuerwehr, der bei der Feuerwehr Fredenbeck stationiert ist, rückten ebenfalls zur Brandbekämpfung an.

 

Die Einsatzkräfte an vorderster Front gingen zur Brandbekämpfung unter schwerem Atemschutz gegen die Flammen, die aus den Dächern des Gebäudekomplexes loderten, vor, während andere Einheiten mehrere Löschwasserstellen anzapften und aus verschiedenen Richtungen lange Schlauchleitungen zur Brandstelle verlegten.

 

Die Stader Drehleiter konnte nicht zur Brandbekämpfung genutzt werden, da das Brandobjekt extrem schwer zugänglich hinter zahlreichen hohen Bäumen und ausgedehnten Anpflanzungen lag und die Zufahrt zu eng für das Einsatzfahrzeug war.

 

Weitere Atemluftflaschen für die Einsatzkräfte wurden von der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Wiepenkathen per Abrollcontainer herbeigeschafft.

 

Mitarbeiter der Versorgungsbetriebe stellten sicher, dass die Strom- und Gasversorgung für die brennenden Gebäude abgestellt waren, um den Einsatzkräften ein gefahrloses Arbeiten zu ermöglichen.

 

Neben Löschwasser kamen grössere Mengen Schaummittel, dass sich bei der Bekämpfung von Bränden von Reetdächern bewährt hat, zum Einsatz.

Trotz aller Bemühungen der Einsatzkräfte konnte jedoch nach stundenlangen Löscharbeiten ein Totalschaden an dem Gebäudekomplex des Anwesens nicht verhindert werden.

Das Hauptgebäude mit den Anbauten war vor nicht langer Zeit nach mehrjähriger aufwändiger Renovierung bezogen worden, so dass die Höhe des Schadens vorsichtig mindestens mit mehreren hunderttausend Euro geschätzt werden muss.

 

Rettungskräfte des DRK und der Johanniter standen für die medizinische Versorgung in Bereitschaft.

 

Polizeikräfte sperrten die Ortsdurchfahrt Düdenbüttel und leiteten den Verkehr auf der B 73 während der Löscharbeiten für mehrere Stunden weiträumig um.

Die Tatortermittler der Polizei begannen unverzüglich mit den Ermittlungen zur Brandursache.

 

Für die Versorgung der mehr als 150 Feuerwehrleute und weiteren Helfer mit Getränken und Nahrung gab es spontane und großzügige Hilfe von Nachbarn, dem neu eröffneten Rewe-Markt und der Bäckerei Richter in Himmelpforten.

 

Da gleichzeitig in der Strasse ‚Im Klamm‘ Probleme mit der Abwasserentsorgung entstanden waren, wurde der Bauhof Oldendorf-Himmelpforten alarmiert, um die prekäre Situation für die Anwohner in den Griff zu bekommen.

 

Zur Gefahrenabwehr und Unterstützung bei den Löscharbeiten kam spät in der Nacht ein Bagger zum Einsatz, damit die versteckten Brandnester abgelöscht werden konnten.

Die Löscharbeiten zogen sich bis in die frühen Morgenstunden hin. 

 

 

 

Fotos:  Herkunft: Rolf Hillyer-Funke / Feuerwehren SG Oldendorf-Himmelpforten

 

Ort: Reetdach- Wohngebäudekomplex, Im Klamm, Düdenbüttel, Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten

 

Datum: 01. Juni 2018

 

Fotos: Feuerwehr - Einsatzkräfte aus der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten und Wiepenkathen bei den Löscharbeiten

 

 

Text: Rolf Hillyer-Funke, Pressebeauftragter Feuerwehren Samtgemeinde Oldendorf - Himmelpforten

 

Diesen Beitrag teilen

FacebookXingTwitterPinterestGoogle Plus

besucherzähler